Wir fahren wieder Bus.
Diesmal von Fishguard zum Strumble Head.
Der wirklich kleine Bus fegt mit seinem minimalen Fahrwerk abenteuerlich die schmalen und holperigen Straßen entlang. Immer wieder muss der Bus oder ein entgegenkommendes Fahrzeug zurück setzen in eine Ausweichbucht um den anderen passieren zu lassen.
Britische Single Roads sind Abenteuer pur!
Mit meinem Auto hatte ich da auch schon Spass. Wenn es ein “Hindernis” wahrnimmt, bremst est halt. Dann steht man dorten wie ein Volldepp und kommt weder vor noch zurück ohne die Assistenzsysteme zu deaktivieren. Und finde diese Option mal im Menü, wenn dir der Angstschweiß auf der Stirn steht.
Die Busfahrer sind aber ja trainiert und so bringt uns der wilde Ritt direkt an den Parkplatz am Leuchtturm.
Erst mal gucken.
Der Übergang zur kleinen Insel auf dem der Leuchtturm steht, ist nur Befugten möglich. Schade!!!
So machen wir also Fotos, gucken noch kurz die Birdwatch Hütte an, die eigentlich im WW2 eine Radarstation war und gehen dann los über den coast path.
Der Weg heute ist nach all dem Erlebten schon fast ein bisschen langweilig.
Die Langweile verschwindet in Gänze, als sich ein Gewitter ankündigt.
Das ist hier auf den Klippen garnicht so richtig lustig!
Wir laufen also ungewohnt schnell, um der Sache möglichst zu entgehen.
Ein bisschen nass werden wir, es gibt Donner und auch Blitze – aber weitestgehend kommen wir an der Sache vorbei.
Nach Harbour Village und Goodwick mit dem Fährhafen gehen wir in Fishguard noch über den Marine Walk bis zum kleinen Hafen in Lower Fishguard.
Hier könnte man auch einen Piratenfilm drehen. Könnte??
Hier wurde tatsächlich damals ein Teil von Mobi Dick gedreht!
Eine gewundene und steile Straße führt uns direkt bis vor unser Apartment.
Hier hatten wir ja am Morgen die Rucksäcke im Hinterhof neben dem Müll abgestellt. Sie sind noch da und wir gehen hoch in unser heutiges Zuhause. Zwei Nächte bleiben wir hier. Das Apartement ist trotz der Anmutung des Hinterhofes und Treppenhauses sehr nett. Aus dem Erker-Fenster bietet sich eine schöne Sicht auf das Meer vor Lower Fishguard Harbour.
Im Abendlicht so richtig kitschig schön.
Dieses Fenster macht uns im Folgenden dann Probleme.
Es hat einen “restrictor”, ein Kabel mit Schloss, dass verhindert, dass man das Fenster weiter aufschiebt. Genau – es sind typische englische Schiebefenster.
Irgendwie verkantet sich das Teil und wir bekommen es nicht mehr zu. Durch diesen Stopper ist es unmöglich, die eine Seite weiter anzuheben um die Verkantung vielleicht zu lösen.
Shite!
Im CoOp kaufe ich halbfertigen Salat im Beutel, Sosse, Avocado, Hummus, Hüttenkäse, Greek Yoghurt und Blau- und Hinbeeren.
Heute gibt es ein Abendessen, dass mir gesünder vorkommt als Pub food.
Schlafenszeit.
Morgen geht es wieder früh raus. Wir müssen den “Strumble Shuttle” Bus nach Trefin erwischen um von dort die eigentliche vorherige Etappe zur heutigen zu laufen. Also bis zum Strumble Head.
Das wird wieder spannend.



























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