Ich schiebe vom Bett aus den Vorhang beiseite. Ich sehe Strand. Genial.
Draussen stehen die Tische des “roots” bzw “Rwts”.
Im Restaurant mit Surfbrett Deko hängt eine leicht witzige Wein Empfehlung. Womöglich kein schlechter Wein. Einige Buchstaben gehen da ordentlich schief.
Pochiertes Ei auf Toast mit Avocado und creamcheese. Lecker!
Der Strand ist heute noch immer so toll wie gestern. Wir laufen die Promenade entlang und sehen eine sportliche Gruppe Frauen beim morgendlichen “Zumba”.
Ein paar Meter weiter stehen bereits bunte Sonnenschirme und warten auf die Hitze. Spoiler: Die kommt!
Immer der “Eichel” nach geht der Coast Path wieder über spektakuläre Klippen. Immer wieder werden diese von wunderschönen Stränden unterbrochen.
Wohnmobile und Wohnwagen aller Art scheinen sehr beliebt.
Nolton Haven bietet eine Kirche, Strand und ein Cafe. Begeistert bestellen wir Cappucino ( entschuldige Italien, es ist dafür schon viel zu spät, aber wir sind halt Banausen) und “sizilianischen Zitrone-Käsekuchen”.
Wir warten lange auf die Bestellung, haben aber ja gute Aussicht auf den Strand und langweilen uns nicht.
Kaffe und Kuchen sind sehr lecker. Das warten hat sich gelohnt.
Am Strand slippen ein Jeep und ein unglaublich lauter und stinkender Traktor je ein Motorboot ins Wasser.
Am Strand in der schönen kleinen Bucht herrscht reges Treiben. Es ist auch Sonntag…
Am Weg haben seltsame Raupen einen Busch komplett eingesponnen. Das ist ein wenig eklig und zugleich faszinierend.
Der nächste riesige Strand.
Wir essen Softeis.
Auf dem Parkplatz steht ein super erhaltener T-1 VW Bus. Ich spreche mit dem Besitzer der sich über meine Anerkennung des schönen Autos freut und mir erzählt, dass er bald nach Deutschland auf ein VW Treffen fährt.
Er hofft das beste, dort heil anzukommen. Ich wünsche ihm alles Gute und gehe weiter.
Die “Baywatch” hat den Strand im Blick. Die meisten Surfer scheinen noch nicht fortgeschritten. Die Kneipe macht ordentlich Musik und alle genießen den Tag. Direkt hinter dem Strand liegt ein grosser Campingplatz.
Grosse Autos, riesige Zelte, zumeist aber Wohnmobile. Camping ist längst nicht mehr “sparsam”, sondern eine Einstellung. Der Range Rover ist unter 120k eher nicht zu kriegen.
Weitere Surfer wohnen im Rosa Haus.
Für uns geht es wieder steil die Klippen hoch.
Endlich erreichen wir unser Ziel, den Ort Solva. Der Hafen fällt komplett trocken. Es riecht.
Das Harbour Inn sieht nett aus und ich hätte jetzt Lust auf ein Bier.
Wir sind nass geschwitzt und etwas eklig und gehen darum noch ein paar Meter weiter bis zum “ships inn”.
“Shit Inn” finde ich passender.
Wir betreten den Pub und stehen vor der Theke. Ich warte auf Blickkontakt um mein Anliegen vorzutragen, dass wir hier für heute ein Zimmer gebucht haben. Wir werden irgnoriert. Mehrere Minuten lang. Die “üblichen” Pub Gäste bestaunen uns jedoch als Fremdkörper.
Irgendwann gewahrt uns die Frau dann doch, brabbelt etwas von “bis 18:00 check in, wir hätten ja noch Glück gehabt” gibt uns den Schlüssel und erklärt noch kurz dessen Nutzung zum verlassen des ungastlichen Ortes.
Zimmer geht so. Steffi duscht, ich gehe “kurz” Wasser kaufen, bevor der einzige Laden schließt. Ich laufe bis zum anderen Ende des Ortes. Der Laden ist nicht schlecht.
Ich kaufe Wasser, Cider und irgend eine Backware.
Auf dem Weg zurück komme ich an ein Denkmal mit einer Bank. Die Krähen krächzen wie wild und ich trinke hier erst mal eine Dose Cider.
Ich dusche auch endlich und dann machen wir in Zimmer Picknick.
Cider, das Stück gerade gekauften Aprikose-Pflaumen Kuchen, Instant Nudeln und Haferflocken. Mehr Cider…
Und mein Geheimnis: Haribo Erdbeeren.
Die sind hier irgendwie sauer. Zuckersteuer?
Steffi meint, Solva versteht sich als das St. Ives Wales.
Ich sehe das anders. Dazwischen liegen Welten und zwei bis drei Pubs und ein paar Geschäfte mit unnötigen Dingen schaffen da noch keinen Vergleich.



































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